2026Veranstaltung8. Oktober 2026

Bundeskongress Kita- und Schulverpflegung

400 Fachleute diskutierten gestern in Berlin über Qualität und Zukunft der Verpflegung in Kitas und Schulen.

Gestern fand in Berlin der Bundeskongress Kita- und Schulverpflegung statt. Unter dem Motto „Gemeinsam gut essen“ kamen Akteure der Gemeinschaftsverpflegung aus Bund, Ländern und Kommunen zusammen, um über Herausforderungen und Lösungsansätze für die Verpflegung in Bildungseinrichtungen zu diskutieren. Veranstaltet wurde der Kongress vom Bundeszentrum Kita- und Schulverpflegung gemeinsam mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.

Bundesernährungsminister Alois Rainer hob die Bedeutung ausgewogener Mahlzeiten für Gesundheit, soziale Teilhabe und Ernährungsbildung hervor. Rund sechs Millionen Kinder und Jugendliche essen täglich in deutschen Kitas und Schulen. Ein grundsätzlich kostenfreies Mittagessen für alle Kinder befürwortet der Minister allerdings nicht. Stattdessen sprach er sich dafür aus, die Zugangshürden beim Bildungs- und Teilhabepaket abzubauen, damit Kinder unabhängig von der finanziellen Situation ihrer Familien am Mittagessen teilnehmen können. Mareike Wulf, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, unterstrich ebenfalls die Bedeutung der Verpflegung als Bestandteil guter Bildung. Der Bund unterstütze den Ausbau und die Modernisierung von Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur unter anderem durch Investitionsprogramme, die auch Küchen und Mensen umfassen.

Martin Vogel beim Bundeskongress 2026
Martin Vogel (m), VDSKC-Landesgruppe Rheinland-Pfalz

„Wir unterstützen Länder und Kommunen mit unserem Bundeszentrum Kita- und Schulverpflegung, der Förderung der Vernetzungsstellen und den DGE-Qualitätsstandards für die Gemeinschaftsverpflegung. So können in Zukunft noch mehr Kinder und Jugendliche in den Genuss eines gesunden, ausgewogenen und möglichst regional verankerten Verpflegungsangebots in der Gemeinschaftsverpflegung kommen“, sagte Alois Rainer.

Prof. Dr. Alena Buyx von der Technischen Universität München betonte in ihrer Keynote die gemeinsame Verantwortung von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Kommunen, Schulen und Eltern. Ernährung im Kindesalter präge die Gesundheit langfristig. Eine hochwertige Kita- und Schulverpflegung könne deshalb einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung und zu mehr Bildungsgerechtigkeit leisten. Soziale Ungleichheiten ließen sich dabei nicht allein durch individuelles Verhalten überwinden, sondern erforderten auch strukturelle Veränderungen.

Auch Martin Vogel, Leiter der VDSKC-Landesgruppe Rheinland-Pfalz, war vor Ort und nutzte die Veranstaltung, um sich mit Kollegen aus der Branche auszutauschen und aktuelle Entwicklungen zu diskutieren.

 

Foto oben: BLE © Laurin Schmid