Die Europäische Kommission hat einen neuen Verordnungsvorschlag vorgelegt, der das bestehende EU-Schulprogramm für Milch, Obst und Gemüse im kommenden EU-Haushalt grundlegend reformiert. Die zentrale Neuerung sieht vor, das bisher für Mitgliedstaaten freiwillige Verteilungsprogramm künftig verpflichtend zu verankern. Die Reform soll helfen, bürokratische Hürden abzubauen, den Behörden mehr Flexibilität zu gewähren und verstärkt auf regionale sowie ökologische Produkte aus kurzen Lieferketten zu setzen.
Für das fortlaufende EU-Schulprogramm ist ein jährliches Gesamtbudget der Europäischen Union von 220,8 Millionen Euro vorgesehen. Davon entfallen bis zu 130,6 Millionen Euro speziell auf die Komponente Obst und Gemüse und bis zu 90,1 Millionen Euro auf Milchprodukte.
Das EU-Schulprogramm wurde erstmals zum Schuljahr 2017/2018 eingeführt. Von der EU-Kommission veröffentlichte Daten zum Schuljahr 2024/2025 belegen die bisherige Reichweite der Initiative: Insgesamt profitierten bereits Kinder an mehr als 143.000 Schulen in der gesamten Europäischen Union von dem Programm. Allein im erfassten Zeitraum beliefen sich die Gesamtausgaben auf 356 Millionen Euro. Diese setzten sich aus 188 Millionen Euro an direkten EU-Mitteln und 168 Millionen Euro aus den jeweiligen nationalen Haushalten zusammen.
In Deutschland nahmen im Schuljahr 2022/2023 mehr als 25.000 Bildungseinrichtungen (Schulen und Kitas) aktiv teil. Dadurch erhielten rund 2,5 Millionen Kinder bundesweit kostenlose Verpflegung in Form von mehr als 9.000 Tonnen Obst und Gemüse sowie 6 Millionen Litern Milch.

