Ein im September 2026 gestartetes Forschungsprojekt untersucht, wie Verpflegungsangebote in Kitas und Schulen gestaltet sein müssen, damit sie gesundheitlichen Anforderungen entsprechen und zugleich von Kindern und Jugendlichen gut angenommen werden. Die Erhebung wird von der Hochschule Osnabrück koordiniert und von der Universität Konstanz sowie der Georg-August-Universität Göttingen unterstützt. Gefördert wird das Kita- und Schulverpflegungsmonitoring (KiSMo) vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Das Projekt läuft von September 2026 bis August 2028. Die Ergebnisse sollen eine belastbare Grundlage schaffen, um die Kita- und Schulverpflegung in Deutschland weiterzuentwickeln. Sie werden anschließend im 16. Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung veröffentlicht.
Für die Untersuchung werden Kinder und Jugendliche sowie Eltern und Träger befragt, um verschiedene Perspektiven auf Angebot, Nutzung, Zufriedenheit, Kosten und organisatorische Rahmenbedingungen zu erhalten. Auch Analysen der Speisepläne und Nährstoffzusammensetzungen im Vergleich zu den offiziellen DGE-Qualitätsstandards sind geplant.
„Kita- und Schulessen begleitet Millionen Kinder durch ihren Alltag. Umso wichtiger ist es, verlässlich zu wissen, was gut funktioniert und wo Verbesserungen nötig sind. Dafür brauchen wir aktuelle bundesweite Daten“, sagte Prof. Dr. Melanie Speck, Professorin für Sozioökonomie in Haushalt und Betrieb von der Hochschule Osnabrück, zum Start.
KiSMo soll nicht nur eine Momentaufnahme liefern. Auf Grundlage der aktuellen Erhebungen wird das Forschungsteam ein standardisiertes Monitoring-Konzept entwickeln, so dass auch in Zukunft zentrale Kennzahlen zur Kita- und Schulverpflegung vergleichbar erfasst werden können.

