Eine kanadische Untersuchung hat belegt, dass sich Kinder, die regelmäßig an Schulverpflegungsprogrammen teilnehmen, ausgewogener ernähren als ihre Mitschüler. Für die Studie dokumentierten 9- bis 14-jährige Schüler in einem Ernährungstagebuch, welche Speisen und Getränke sie verzehrten.
Die Auswertung zeigte deutliche Unterschiede: Kinder, die mindestens eine Mahlzeit oder einen Snack aus dem Schulprogramm erhielten, verzehrten im Durchschnitt mehr Gemüse und Obst als Kinder ohne Zugang zu einem solchen Angebot. Gleichzeitig erreichten sie häufiger die empfohlenen Verzehrmengen der verschiedenen Lebensmittelgruppen und erzielten insgesamt eine höhere Ernährungsqualität. Besonders positiv wirkten sich die Schul-Snacks aus. Sie gingen mit einer deutlich geringeren Aufnahme freier Zucker einher und standen mit einem höheren Verzehr von Gemüse und Obst sowie einer niedrigeren Natriumaufnahme in Verbindung. Auch hat das Schulessen insgesamt zu einer höheren Aufnahme von Milch und Milchalternativen geführt.
Die Autoren der Studie bewerten Schulessen als wirksames Instrument, um die Ernährung von Kindern nachhaltig zu verbessern. Es könnte langfristig Ernährungskompetenz fördern und gesunde Essgewohnheiten etablieren. Darüber hinaus verweisen die Forscher auf weitere positive Effekte, die frühere Untersuchungen bereits ergeben haben, etwa bessere Bildungschancen, höhere Chancengerechtigkeit und positive Auswirkungen auf die Gesundheit über die Schulzeit hinaus.

