2026Allgemein2. Oktober 2026

Schulessen stärkt Bildungschancen

Laut UNESCO-Weltbildungsbericht 2026 fördern Schulmahlzeiten die Bildungsbeteiligung.

Ende September hat die UNESCO ihren Weltbildungsbericht 2026 veröffentlicht. Er untersucht, wie politische Maßnahmen dazu beitragen können, Bildung für mehr Kinder weltweit zugänglich zu machen. Dabei spielen auch Schulmahlzeiten eine wichtige Rolle.

Der Bericht ordnet Schulmahlzeiten an der Schnittstelle von Bildung, Ernährung und sozialer Sicherung ein. Sie zählen zu den weltweit am weitesten verbreiteten politischen Instrumenten, um Bildungschancen gerechter zu verteilen. Wenn Kinder in der Schule eine kostenlose oder bezuschusste Mahlzeit erhalten können, ist das ein wesentlicher Anreiz für den Schulbesuch. 2025 verfügten rund 84 Prozent aller Länder über Programme für Schulmahlzeiten. Im Durchschnitt erhielten weltweit 29 Prozent der Grundschulkinder kostenlose oder bezuschusste Mahlzeiten. Die Versorgung erreichte 2024 insgesamt 466 Millionen Kinder, 20 Prozent mehr als im Jahr 2020.

Der UNESCO-Bericht verweist auch auf konkrete Erkenntnisse zur Wirkung von Schulmahlzeiten. Für 25 untersuchte Länder wurde festgestellt, dass entsprechende Programme die Einschulungszahlen um etwa drei Prozent erhöhen. Eine weitere Untersuchung in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen ergab, dass Schulmahlzeiten die Bildungsdauer steigern können. Am Beispiel von Costa Rica wird die Bedeutung solcher Maßnahmen deutlich: Dort sank die Quote der Jugendlichen ohne Schulbesuch zwischen 2002 und 2023 von 28 auf vier Prozent. Gleichzeitig stieg die Abschlussquote in der oberen Sekundarstufe von 36 auf 78 Prozent. Der Bericht führt die Fortschritte bei benachteiligten Schülern unter anderem auf kostenlose Schulmahlzeiten zurück.

Zugleich macht die Veröffentlichung deutlich, dass erfolgreiche Bildungsförderung langfristig angelegt sein muss. Für die Schulverpflegung heißt das, ihre Bedeutung als Teil der Bildungsinfrastruktur anzuerkennen und entsprechende Programme dauerhaft abzusichern. Gerade für Kinder aus benachteiligten Familien kann eine verlässliche Versorgung einen wichtigen Beitrag zu gerechteren Bildungschancen leisten.

UNESCO-Bildungsbericht 2026