Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) startet eine internationale Partnerschaft, um Kindern in Afrika, Asien und Lateinamerika Schulmahlzeiten zur Verfügung zu stellen. Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan präsentierte im Rahmen der Grünen Woche die Initiative „School Meals Accelerator“. Sie soll in den kommenden Jahren 100 Millionen Kindern weltweit den Zugang zu Bildung und gesundem Schulessen ermöglichen.
Die Regierungen der unterstützten Länder erhalten technische Beratung und Hilfe beim Aufbau nachhaltiger Essensprogramme. Ein Schwerpunkt liegt auf regionalen Wertschöpfungketten – Lebensmittel sollen aus der Region bezogen werden, um die lokale Landwirtschaft zu stärken. Aktuell erhalten bereits etwa 466 Millionen Kinder weltweit regelmäßig Schulessen, rund 80 Millionen mehr als vor vier Jahren. Durch die neue Partnerschaft sollen bis 2030 zusätzliche 100 Millionen Kinder erreicht werden. Schulessen gilt als ein wichtiger Hebel, um Bildungschancen, Gesundheit und Schulbesuch, insbesondere für Mädchen, zu verbessern und gleichzeitig lokale Strukturen zu fördern.
Die Initiative wird gemeinsam mit dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen, der Rockefeller Stiftung und der Novo Nordisk Stiftung umgesetzt und ist Teil des deutschen Engagements für globale Ernährungssicherheit und nachhaltige Entwicklung. Insgesamt 80 Millionen Euro werden investiert, 25 Millionen kommen vom deutschen Staat.

