Mitglieder7. Oktober 2021Monk GbR – Kochen und Kühlen

Torsten Weiße-Köhler und sein Team schwören auf das Cook & Chill-Verfahren.
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Seit 1993 ist Torsten Weiße-Köhler in der Gastronomie tätig. Die Lehre zum Koch habe damals sehr gut zu ihm gepasst, erzählt er. Auch heute, wo er ein Unternehmen mit 43 Mitarbeitern leitet, steht er noch immer gelegentlich in seiner Großküche am Herd. „Wenn es sein muss, mache ich alles“, sagt er lachend. Seit 2017 beliefern er und sein Team Schulen und Kitas in Chemnitz mit frisch gekochtem Mittagessen. Dabei schwören sie auf das Cook & Chill-Verfahren.

Keine Standzeiten

Cook & Chill sei zwar etwas aufwendiger, gibt Torsten Weiße-Köhler zu, die Vorteile der Methode würden aber klar überwiegen. „Es lohnt sich für Inhaltsstoffe und Geschmack. Wir haben bislang nur positive Erfahrungen damit gemacht“, erzählt er. Bei Cook & Chill wird das Essen direkt nach dem Kochen auf 4 Grad Celsius abgekühlt und bis zur Auslieferung kalt gelagert. Vor Ort in den Kitas und Schulen wird das Essen in Öfen dann wieder auf ca. 60 Grad erhitzt und frisch ausgegeben. „Es gibt keine Standzeit mehr, bei der die Lebensmittel ihre Vitamine verlieren“, erklärt Weiße-Köhler den entscheidenden Pluspunkt. „Stattdessen gibt es zu jeder Zeit ein knackiges, inhaltsreiches Produkt.“

Bestes Verfahren

Auch die Kochzeiten entzerren sich dank der Methode. Während viele Caterer in den frühen Morgenstunden das Essen für den Tag vorbereiten müssen, das dann lange warmgehalten werden muss (Cook & Hold), können die Portionen bei Cook & Chill in Ruhe über den Tag fertiggemacht und ohne Frischeverlust am Folgetag ausgegeben werden. Die Monk GbR ist derzeit der einzige Anbieter aus Chemnitz, der dieses System nutzt. „Es ist das zurzeit beste Verfahren am Markt“, findet Weiße-Köhler. Das Feedback seiner Kunden bestätige ihn in der Entscheidung dafür.

Breit aufgestellt

Zehn Schulen und zwei Kitas erhalten auf diesem Weg etwa 1.000 Essen täglich. 2017 entschieden sich Torsten Weiße-Köhler und sein Geschäftspartner Bill Scholz dazu, auch in die Gemeinschaftsverpflegung einzusteigen. Den Fokus setzten sie von Anfang an auf regionale Lebensmittel – „Qualität von Bauern, die wir persönlich kennen“. Ihr Unternehmen, die Monk GbR, hatten sie bereits 2001 gegründet und zunächst eine Bar eröffnet. Später etablierten sie sich als Caterer im Tour- und Festivalleben. 2020 investierten sie in eine neue Küche und bieten seitdem auch nachhaltiges Eventcatering für Chemnitz und Umgebung an. „Die Monk GbR steht auf mehreren Standbeinen“, erklärt Weiße-Köhler, der aktuell auf seine Meisterprüfung hinarbeitet.

Stärken bündeln

Als die Corona-Pandemie die Branche erreichte, habe er gemerkt, dass er als Einzelunternehmen nicht genug Größe und Kraft habe, um politisch Gehör zu finden. Daher sei er dem Verband deutscher Schul- und Kitacaterer beigetreten. „Wenn wir unsere Stärken bündeln, können wir mehr erreichen“, ist er überzeugt.