Am Montag wurde in Dresden im Rahmen der HGK-Gala der Goldene Brokkoli-Award vergeben. Prämiert wurden vier Cateringunternehmen in den Kategorien Ernährungsbildung, Inklusion und Innovation. Zu den Gewinnern zählen auch drei VDSKC-Mitglieder.
Der Preis wurde 2025 von der HGK neu initiiert und soll dabei helfen, gute Kinderverpflegung als Bestandteil von Bildungsgerechtigkeit und nachhaltiger Entwicklung sichtbar zu machen.
Gewinner Kategorie Ernährungsbildung: ALBRECHTHOF Catering & Menü GmbH aus Polling/Oderding
Auf dem Albrechthof in Südbayern werden bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts Milchkühe gehalten. Der Betrieb hat eine lange Bio-Tradition, ist seit 1982 demeter-zertifiziert. Vor 16 Jahren haben Lena und Martin Albrecht hier ihr Cateringunternehmen gegründet. Seitdem versorgen sie Kita- und Schulkinder der Region mit frischer Milch und leckerem Bio-Mittagessen. Regelmäßig lädt dasTeam Kinder auf den Hof ein und macht Ernährungsbildung für sie spielerisch erfahrbar: Dafür wurden Fühl- und Riechstationen eingerichtet, an denen die kleinen Besucher verschiedene Lebensmittel kennenlernen können. Außerdem kochen und essen sie gemeinsam vor Ort.
→ Unternehmensporträt Albrechthof
Gewinner Kategorie Inklusion & Integration: GenussInklusiv gGmbH und AlsterFood GmbH aus Hamburg
Beide Unternehmen verbinden professionelle Gemeinschaftsverpflegung mit sozialer Verantwortung. Als Inklusionsbetrieb schafft GenussInklusiv reguläre Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen in Küche und Service. AlsterFood bringt als Großcaterer die logistische Struktur und gastronomische Expertise ein. Zusammen ermöglichen die Unternehmen Betroffenen die gleichberechtigte Teilhabe am ersten Arbeitsmarkt und fördern ein inklusives Arbeitsumfeld.
Gewinner Kategorie Innovation & Vision: VielfaltMenü GmbH aus Berlin
Der Caterer setzt auf digitale Serviceprozesse, ressourcenschonende Lieferwege und hat das Konzept der „Stimm-Gabel“ entwickelt. Dieser kindgerechte Audio-Buzzer verbindet mit visuellen Bildkarten spielerische Sprachförderung im Kita-Alltag. Kinder sprechen das Menü selbst ein, erweitern ohne Leistungsdruck ihren Wortschatz und stärken ihre Selbstwirksamkeit. Laut Juryurteil wird der Speiseplan so zu einem partizipativen, logopädisch wertvollen Ritual.

