2026Ausland29. Januar 2026

WHO fordert weltweit gesundes Schulessen

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt strengere Standards für gesunde Ernährung an Schulen.

Die WHO hat diese Woche neue Leitlinien veröffentlicht, mit denen sie Länder dazu auffordert, gesunde Ernährungsumgebungen in Schulen zu stärken. Die Empfehlungen richten sich an Regierungen, Bildungsbehörden und Schulträger und betonen die Bedeutung der schulischen Verpflegung für Gesundheit, Entwicklung und Lernerfolg von Kindern.

Das Angebot von Lebensmitteln und Getränken in Schulen soll demnach gezielt gesundheitsförderlich gestaltet werden. Dazu zählen verbindliche Standards, die den Zugang zu nährstoffreichen Speisen erleichtern und den Verkauf stark verarbeiteter, zucker-, fett- oder salzreicher Produkte einschränken. Anlass für die neuen Empfehlungen ist die weltweit zunehmende Verbreitung von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen. Dem Bericht zufolge lebten letztes Jahr rund 188 Millionen schulpflichtige Kinder mit Adipositas.

Die Organisation betont zudem, dass es neben klaren gesetzlichen Vorgaben auch wirksame Kontrollmechanismen geben muss. Bis Oktober 2025 verfügten 104 Mitgliedstaaten über entsprechende Richtlinien, jedoch nicht alle mit verbindlichen Einschränkungen für ungesunde Lebensmittel. Die WHO kündigt an, Länder künftig verstärkt bei der Umsetzung zu unterstützen.

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