2026Ausland8. Mai 2026

England reformiert Schulverpflegung

Weniger Zucker, mehr Obst und Gemüse: England führt neue Standards fürs Schulessen ein.

Die britische Regierung hat eine umfassende Reform der Schulverpflegung in England gestartet. Im Rahmen einer neunwöchigen Konsultation sollen die „School Food Standards“ erstmals seit mehr als zehn Jahren grundlegend überarbeitet werden. Ziel ist es, Zucker, frittierte Speisen und stark verarbeitete Produkte in Schulmensen deutlich zu reduzieren und gleichzeitig den Anteil an Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten zu erhöhen.

Derzeit läuft die Konsultationsphase, in der Fachverbände, Ernährungsberater, Eltern und Caterer noch Feedback zu den neuen Plänen einreichen können. Die Standards sollen schrittweise ab 2027 umgesetzt werden. Vorgesehen sind zudem strengere Kontrollen und feste Verantwortlichkeiten an Schulen. Parallel plant die Regierung die Ausweitung kostenloser Frühstücksangebote sowie kostenfreier Schulmahlzeiten für Kinder aus bedürftigen Familien ab September 2026. Davon könnten laut Regierung mehr als 500.000 zusätzliche Schüler profitieren. Insgesamt sind über 4,5 Millionen Kinder und Jugendliche an staatlichen Schulen in England von der Reform betroffen.

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