Die EU hat erstmals eine eigenständige Anti-Armuts-Strategie entwickelt, die Armut bis 2050 vollständig beseitigen soll. Aktuell gilt jedes vierte Kind in Europa von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. 93 Millionen Menschen in der EU insgesamt sind armutsgefährdet.
Zu den zentralen Bausteinen der neuen Strategie gehören kostenfreier Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und Schulessen für Kinder und Jugendliche. Die Kommission sieht in beitragsfreien Schulmahlzeiten ein wirksames Instrument, um soziale Ungleichheit zu verringern. Der Ausbau von Schulverpflegungsprogrammen habe bereits die Ernährungssicherheit vieler Kinder verbessert, dennoch hätten weiterhin mehr als eine Million Kinder in Europa keinen täglichen Zugang zu frischem Obst und Gemüse. Gemeinsam mit der internationalen „School Meals Coalition“ will die Kommission deshalb Programme für Schulessen noch stärker ausbauen und die Mitgliedstaaten fachlich unterstützen.
Darüber hinaus sollen bestehende Förderinstrumente wie das EU-Programm für Schulobst, Gemüse und Milch sowie Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds künftig stärker genutzt werden, um eine qualitativ hochwertige Ernährung von Kindern sicherzustellen. Die EU sieht kostenlose Schulmahlzeiten nicht nur als sozialpolitische Maßnahme, sondern auch als Beitrag zu Bildungsgerechtigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe. Gemeinsames Essen in Schulen verbessert die Konzentration, stärkt soziale Integration und entlastet Familien finanziell.

