Das EU-Schulprogramm unterstützt Schulen und Kindertagesstätten dabei, Kinder frühzeitig an eine gesunde Ernährung heranzuführen. Teilnehmende Einrichtungen erhalten mehrmals pro Woche kostenlos frisches Obst, Gemüse sowie Milch und Milchprodukte. Damit soll der Grundstein für langfristig gesundes Essverhalten gelegt werden. Die Umsetzung liegt in der Verantwortung der einzelnen Bundesländer, die für Bewerbung, Verteilung und Organisation zuständig sind. Mehr als 30 Millionen Euro stehen dafür jährlich zur Verfügung.
Um an dem Programm teilzunehmen, wird eine pädagogische Begleitung vorgeschrieben. So sollen Kinder animiert werden, frische Lebensmittel kennenzulernen und wertzuschätzen. Das Bundeszentrum für Ernährung stellt hierzu praxisnahe Materialien bereit, die Kinder spielerisch an Themen wie Herkunft, Saisonalität, Umweltaspekte, Lagerung und Lebensmittelverschwendung heranführen. Module wie „Obstdetektive“, „Gemüseforscher“ oder „Milchforscher“ regen dazu an, selbst zu experimentieren, Rezepte auszuprobieren oder im Schulgarten aktiv zu werden.
Das Programm verbindet praktische Ernährungserfahrung mit alltagsnahe Wissensvermittlung. Kinder lernen nicht nur, wie wichtig Obst, Gemüse und Milchprodukte für ihre Gesundheit sind, sondern entwickeln zugleich ein Bewusstsein für Umwelt und Nachhaltigkeit. Auf diese Weise trägt das EU-Schulprogramm dazu bei, Ernährungsbildung fest im Alltag von Schulen und Kitas zu verankern und jungen Menschen Kompetenzen für eine gesunde Zukunft mitzugeben.

