Ein groß angelegtes Forschungsprojekt hat die Wirkungen des chinesischen Schulernährungsprogramms untersucht. Die Ergebnisse zeigen deutliche Verbesserungen bei Größe, Gewicht und körperlicher Leistungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern in ländlichen Regionen. Mehr als 400.000 Datenpunkten von Grund- und Sekundarschülern wurden zwischen 2016 und 2020 erhoben. Die Analyse bewertete neben klassischen Wachstumsindikatoren wie Körpergröße und Gewicht auch Ergebnisse aus Fitness- und Leistungstests.
Das Fazit: Kinder, die am Programm teilnahmen, entwickelten sich in mehrfacher Hinsicht besser als Vergleichsgruppen ohne Zugang zu den Schulmahlzeiten. Im Vergleich schnitten Kinder aus ländlichen Regionen besser ab als solche aus Stadtgebieten – dieser Vorsprung wuchs mit der Teilnahmedauer an. Die Untersuchung konnte zudem deutliche regionale Unterschiede herausarbeiten: Demnach sind die positiven Effekte in strukturschwächeren Gebieten besonders ausgeprägt. Die Forscher resümieren, dass gut umgesetzte Ernährungsprogramme in Schulen einen nachhaltigen Beitrag zur Gesundheit und Leistungsfähigkeit junger Menschen leisten.
Das chinesische Schulernährungsprogramm wurde erstmals im November 2011 eingeführt, um die Gesundheit von Schülern in benachteiligten Regionen zu verbessern und Ernährungsungleichheiten zu verringern. Seitdem wurde es kontinuierlich ausgebaut. Es beinhaltet standardisierte Ernährungsrichtlinien, die von der Nationalen Gesundheitskommission und dem Bildungsministerium Chinas entwickelt wurden. Diese Richtlinien legen spezifische Nährstoffstandards für Schulmahlzeiten fest, einschließlich Kaloriengehalt, Eiweiß- und Mikronährstoffanforderungen. Bis 2021 hatten bereits mehr als 350 Millionen Schüler von dem Programm profitiert

