Berlins Finanzsenator Stefan Evers (CDU) hat das seit 2019 bestehende kostenfreie Schulmittagessen für Grundschulkinder zur Disposition gestellt. In Gesprächen mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Inforadio äußerte er Kritik an einer pauschalen Gebührenbefreiung für alle Kinder. Angesichts der angespannten Haushaltslage plädiert Evers für eine einkommensabhängige Staffelung, um finanzielle Mittel für andere Bereiche der Stadtpolitik zu sichern.
Stefan Evers wurde gerade als Spitzenkandidat der CDU für die bevorstehende Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September 2026 nominiert. Er spiegelt mit dieser Position die offizielle Linie der Berliner Union wider. Der Koalitionspartner SPD lehnt eine Abkehr von der Beitragsfreiheit bislang strikt ab und verteidigt das kostenlose Essen als Säule der sozialen Teilhabe. Auch Grüne, Linke und AfD sprechen sich für den Erhalt der Beitragsfreiheit aus, u. a. um bürokratische Hürden und finanzielle Mehrbelastungen für Familien zu vermeiden.

