Bis 2032 wird die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in Deutschland deutlich zunehmen. Das haben die Bildungsminister bekannt gegeben. Demnach wird bis 2032 ein Anstieg von 600.000 zusätzlichen Kindern prognostiziert. Das entspricht rund 24.000 zusätzliche Klassen oder fast 1.200 neuen Schulen.
Aktuell besuchen 11,2 Millionen Schüler in Deutschland eine Schule. Nach dem voraussichtlichen Höchststand in 2032 sollen die Schülerzahlen wieder absinken und bis 2040 bei rund 11,3 Millionen liegen. Das Wachstum verteilt sich regional unterschiedlich. Während die Zahl der Schüler in den westdeutschen Flächenländern bis 2033 ihren Höchststand erreicht und bis 2040 noch immer rund vier Prozent über dem Ausgangswert liegen dürfte, beginnt der Rückgang in den ostdeutschen Flächenländern bereits 2027. Bis 2040 wird dort ein Minus von mehr als 16 Prozent erwartet. Auch in den Stadtstaaten wird 2040 ein Rückgang gegenüber 2024 um knapp fünf Prozent vorausgesagt. Der Höchststand des aktuellen Wachstums wird hier 2028 erreicht.
Die Bundesländer nutzen die Berechnungen unter anderem für die Planung von Schulbau, Personalbedarf und individuellen Fördermaßnahmen. „Wir müssen heute die Weichen stellen: mit ausreichend Lehrkräften, moderner Infrastruktur und einer zuverlässigen digitalen Ausstattung“, sagt Simone Oldenburg, Präsidentin der Bildungsministerkonferenz. „Bildung ist die Grundlage für gesellschaftlichen Zusammenhalt und wirtschaftliche Zukunft. Deshalb gilt: Wir handeln vorausschauend, damit jedes Kind – unabhängig von Herkunft und Wohnort – die besten Chancen erhält.“

