2025Ausland11. September 2025

WFP meldet Rekord bei Schulmahlzeiten

Laut aktuellem Bericht des World Food Programme erhalten 466 Millionen Kinder weltweit täglich Schulmahlzeiten.

Das World Food Programm (WFP) hat seinen Bericht zur Lage der Schulverpflegung veröffentlicht und beschreibt darin einen positiven Trend: So seien 2024 insgesamt 466 Millionen Schulkinder täglich mit Schulessen versorgt worden. Im Vergleicht zu 2020 sind das rund 80 Millionen Kinder mehr – ein Zuwachs von 20 Prozent innerhalb von vier Jahren. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung in Ländern mit niedrigem Durchschnittseinkommen. Dort ist die Zahl der Kinder, die durch nationale Schulessen-Programme verpflegt werden, in den letzten zwei Jahren um 60 Prozent gestiegen. Allein in Afrika ist ein Plus von 20 Millionen zusätzlichen Kindern zu verzeichnen.

Zudem haben sich die weltweiten Ausgaben für Schulmahlzeiten im Berichtszeitraum fast verdoppelt. Waren es 2020 noch 43 Milliarden US-Dollar pro Jahr, sind es 2024 bereits 84 Milliarden US-Dollar gewesen. Fast 99 Prozent dieser Finanzierung kommen aus nationalen Haushalten. Schulmahlzeiten werden nicht mehr primär als humanitäre Hilfe verstanden, sondern als integraler Bestandteil staatlicher Entwicklungs- und Sozialpolitik.

Länder, die Mitglied der School Meals Coalition sind – einem Netzwerk von mehr als 100 Staaten, mehreren regionalen Organisationen und mehr als 140 Partnern unter Führung des WFP – verzeichnen die schnellsten Fortschritte. So hat sich die Zahl der Länder mit einer nationalen Schulmahlzeiten-Politik seit 2020 fast verdoppelt, von 56 auf 107 Staaten.

Neben den direkten Vorteilen für Ernährung und Bildung hebt der Bericht hervor, dass Schulmahlzeiten auch weitere positive Effekte erzielen. Sie fördern die Gesundheit, stärken die Landwirtschaft, schaffen Arbeitsplätze und tragen dazu bei, nachhaltigere und umweltschonendere Ernährungssysteme zu etablieren.

Bericht „State of School Feeding Worldwide“ (PDF)