Politik9. Juli 2021Europaweite Ausschreibung mit Nachhaltigkeitskriterien

Tübingen macht CO2-Bilanz und Ressourcenverbrauch zu zentralen Kriterien bei der Ausschreibung für das Schulcatering.
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Tübingen sucht neue Anbieter für sein Schulcatering: Zum ersten Mal findet die Vergabe in einer EU-weiten Ausschreibung mit nachhaltigen Vergabekriterien statt. Der Preis wird dabei kein Bewertungskriterium sein. Stattdessen sollen regionale Bio-Produkte eingesetzt, eine geringe CO2-Bilanz erzielt und weniger Ressourcen pro Mahlzeit verbraucht werden. „Wir wollen keinen Preiswettbewerb, wir wollen einen Qualitätswettbewerb“, erklärt Holger Chemnitz, stellvertretender Fachbereichsleiter Familie, Schule, Sport und Soziales der Universitätsstadt.

Die Ausschreibung sieht u. a. vor:

  • Gemüse, Teigwaren, Eier und Molkereiprodukte in Bio-Qualität
  • Reis, Kakao und Früchte aus fairem Handel
  • Verbot des Einsatzes von Aluminium-Schalen 
  • Berücksichtigung der DGE-Kriterien 
  • klimafreundliche Speisepläne 
  • ein möglichst geringer Wasserverbrauch 

Tübingen hat sich zum Ziel gemacht, bis 2030 klimaneutral zu werden. Im seinem Klimaschutzprogramm hat sich die Verwaltung verpflichtet, im Bereich der Ernährung aktiver zu werden. 

Food Service berichtet